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B | Oostende (Pier Oost)
51° 14' N | 002° 55' E B 0096

Das aufstrebende Oostende verdankte seine wirtschaftliche Blüte im 18. Jahrhundert seinem Hafen, der im direkten Vergleich mit den übrigen flandrischen Handelsstädten erst relativ spät entstanden war. Auf beiden Seiten der schmalen Hafeneinfahrt befanden sich – wie es sich für ein zünftiges Seebad gehörte – Anfang der 1900er-Jahre bereits lange hölzerne Piere nach englischem Vorbild, auf denen die Schaulustigen die Ein- und Ausfahrten der imposanten Schiffe beobachten konnten.

Die hölzernen, weiß gestrichenen Piere befinden sich auch heute noch nahezu unverändert an der Oostender Hafenausfahrt. Am Ende beider Piere wurden gusseiserne Leuchttürme aufgebaut, wie es sie in ähnlicher Bauart auch in Nieuwpoort und Blankenberge gibt. Auf einer Ansichtskarten aus dem Jahre 1905 aus der Sammlung von Klaus Hülse ist allerdings zu sehen, dass offenbar auch in Oostende ein auf vier geschwungenen Streben stehender Turm angebracht wurde, wie es ihn auch in Nieuwpoort gab. Leider haben wir bislang keine weiteren Angaben zu diesen Türmen in Erfahrung bringen können. Heute befindet sich der östliche Turm, der mittlerweile der gleichen Bauart wie der Turm auf dem westlichen Pier angehört, auf einem für die Öffentlichkeit nicht zugänglichen Teilstück des Piers, auf dem sich auch eine Hafenleitzentrale befindet, die den Schiffsverkehr in der engen Passage koordiniert.

Das östliche Molenfeuer zeigt ein rotes Festfeuer. In Belgien weicht man ansonsten von den üblichen Tageskennungen der Molentürme ab und streicht diese einheitlich weiß. Der Turm besitzt, wie sein Pendant Oostende Pier West, einen schwarzen Schaftsockel und ein grünes Kuppeldach.

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