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Touren & Betten > Reiseberichte > Andalusien-Tour (2008) > Tag 5

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Der Strand vom Cabo Trafalgar. Einfach nur schön.

Strahlender Sonnenschein empfängt uns schon am frühen Morgen. Eigentlich ideale Bedingungen für unseren geplanten Gibraltar-Ausflug. Den sagen wir aber ganz schnell ab, denn wir sind abends mit Axel verabredet, einem ehemaligen Zivildienst-Kollegen von Malte, der heute im nahen Chiclana lebt. Dann wollen wir doch lieber den Tag etwas ruhiger verbringen und nicht wieder stundenlang im Auto sitzen, eventuell sogar mit der Gefahr, uns zu verspäten.

Wir beschließen, dort weiterzumachen, wo wir gestern abend aufgehört haben. Es geht zurück zum Faro de Trafalgar, den wir nur noch in der Dämmerung sahen. Der weiße Turm leuchtet vor dem blauen Himmel. Einige der Surfer und Aussteiger, die in ihren Wohnmobilen vor der Schranke stehen, kennen wir noch vom vergangenen Abend. Wir können nicht nur schöne Aufnahmen machen, sondern auch etwas Sonne in den Dünen tanken. Ein traumhafter Ort, an dem man die Seele baumeln lassen kann.

Zur Mittagszeit fahren wir weiter Richtung Süden durch einen eindrucksvollen Naturpark nach Barbate. An der Promenade steht ein Leuchtturm, der in seiner schlichten Häßlichkeit kaum zu überbieten ist: Ein Betonschaft mit aufgesetztem auskragenden Oberteil und zwei darauf montierten Lampen. Schön ist was anderes. Die umgebenden Geschäfte scheinen dennoch recht stolz auf das Seezeichen zu sein, denn mindestens ein Kiosk, ein kleines Restaurant und eine Straße benennen sich nach dem Seezeichen. Wir schauen uns aus der Ferne auch noch die beiden Molenfeuer an, sind aber übereinstimmend der Meinung, dass sie die Mindestanforderungen für die Bezeichnung Leuchtturm in keiner Weise erfüllen.

Passt! Extreme Einparking in Cadiz.

Langsam geht es auf gleichem Wege zurück, wieder am Trafalgar-Leuchtturm vorbei und weiter an der Küste Richtung Norden. Nach einem Abstecher nach El Palmar erreichen wir Conil, wo der Faro de Cabo Roche steht – wieder handelt es sich um einen alten Turm, der erst in den vergangenen Jahren zu einem Leuchtturm »aufgerüstet« wurde. Hierzu müssen wir den gesamten Ort durchfahren, bis der Turm und der Hafen sogar großzügig ausgeschildert sind. Über eine hübsche Straße erreichen wir den Turm, an dem viele Spanier in diversen parkenden Autos ihre Siesta halten. Peinlich berührt uns Graffiti am Leuchtturm: Eine »Liebeserklärung« an die Angebete, gesprayt in deutscher Sprache! Wie ätzend ist das denn!?

Die Sonne brennt ganz gut vom Himmel, und wir gehen ein paar Schritte. Entlang der Steilküste führt ein Weg mit einigen Erläuterungen zur Landschaft. Wir machen ein paar Bilder vom Turm, der sich allerdings zu dieser Tageszeit nicht sonderlich gut fotografieren lässt. Danach fahren wir zurück in unserer Hotel, das von hier aus eigentlich nur noch ein paar weitere Kilometer entfernt ist.

Silhouetten einer Stadt: Cadiz.

Nach einer eigenen kleinen Siesta besuchen wir am späten Nachmittag nach Cadiz. Die älteste Stadt Europas besitzt ihren Stadtkern auf einer kleinen Insel, die der Bahia de Cadiz vorgelagert ist und recht überschaubare Abmessungen hat. Hier scheint das Leben zu toben. Die ganze Stadt scheint auf den Beinen zu sein, um am schönen Sandstrand die abendlichen Sonnenstrahlen zu genießen. Schöne kleine Gässchen machen uns neugierig. Die Parkplatzsuche ist ein kleines Abenteuer, doch wir haben Glück und finden eine winzige Parklücke, in die unser Peugeot gerade so reinpasst.

Natürlich gibt´s hier auch einen Leuchtturm! Der befindet sich auf dem Castillo de San Sebastian, das sich wiederum auf einer weiteren der Stadtinsel vorgelagerten Insel befindet, die wiederum über eine Mole mit einer anderen Insel (mit weiterem Castillo) und uns verbunden ist. Die schöne Mole kommen wir bis zur kleinen »Zwischeninsel«, dann ist Schluss für die Öffentlichkeit: Militärisches Sperrgebiet. Den Leuchtturm könnte man auch so gut fotografieren, aber es ist absolutes Gegenlicht. Stattdessen bietet sich uns ein schöner Überblick über die Stadtkulisse von Cadiz. Wir bleiben ein wenig, dann fahren wir zurück ins Hotel.

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