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The Little Red Lighthouse | Rechte: M. Werning / leuchttuerme.net
"The Little Red Lighthouse" unter der gigantischen George-Washington-Brücke.

Unser letzter kompletter Tag in New York City beginnt mit einem strahlend blauen Himmel. Unsere anfänglichen Überlegungen, ob wir heute Coney Island in unsere Pläne einbeziehen, verwerfen wir zugunsten des Jeffrey Hook´s-Turms, den wir zwar bereits an unserem zweiten Tag aufgenommen haben, nun aber noch einmal "richtig" von der Landseite in der Morgensonne fotografieren wollen.

Dazu geht´s von »unserer« 81. Straße mit der Subway-Linie A in Richtung Uptown bis zur 181. Straße ins tiefste Harlem. Von hier aus ist es nur noch ein kurzer, ungefähr 15-minütiger Fußweg die Straße von den Washington Heights hinab ins Tal des Hudsons. Am Ende der Straße, an der Lafayette Plaza, nimmt man dazu eine Fußgängerbrücke über den West Side Highway und die Amtrak-Eisenbahnlinie. Die roten Markierungen, die die lighthousefriends nennen, sind mittlerweile stark verblasst und als Wegweiser nicht mehr zu erkennen. Unter der gigantischen doppelstöckigen Brücke, die für ein ständiges Dröhnen im ansonsten wunderbar friedlichen Flusstal sorgt, steht der kleine rote Leuchtturm unschuldig im Fort-Washington Park. Die Bilder auf der genannten Webseite scheinen allerdings bereits etwas älter zu sein, denn auch hier ist die Vegetation so weit fortgeschritten, dass sich ein geeigneter Fotopunkt nur noch mit Mühe und einigen kompromissen finden lässt. Das Phänomen kennen wir ja bereits von der anderen Seite des Atlantiks her.

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Wir sind zeitig fertig und gehen gemütlich zur Subway zurück. Mit der A fahren wir nun weit Richtung Downtown, denn auch ein Besuch im Forbidden Planet am Broadway steht noch an, und die machen Samstags bereits um 12 Uhr zu. Irgendwie hat sich die Comicszene aber doch zu weit fortentwickelt, für uns war nicht mehr viel dabei. Nun, nachdem die Dame auch einen Schuhkauf zu besonders günstigen Konditionen beendet hatte, konnten wir - ganz ohne Zeitdruck - an ein kombiniertes Frühstück/Mittagessen in ein nahegeleges Diner einkehren.

Schwer bepackt, beschließen wir, unsere Siebensachen erst einmal wieder ins Hotel zu bringen, um mit leichterem Gepäck zu einem Endspurt durch New York aufzubrechen. Doch das volle Programm der vergangenen Tage und die anstrengende Stadt machen uns da einen kleinen Strich durch die Rechnung. Am späten Nachmittag schlendern wir erneut über den nun pickepackevollen Central Park - es ist Samstag und halb New York macht Picknick, sofern man nicht als Breakdancer oder Skater-Künstler sein Können den Schaulustigen präsentiert. Immer wieder müssen auch wir stehenbleiben, weil es viel zu viel zu gucken gibt. Ein kleines Resümee: Man kann in fünf Tagen halbwegs durch die Stadt hetzen und viiiieeeel sehen, dann ist man aber erledigt (sind wir definitiv!). Man kann aber auch länger bleiben und alles in Ruhe ansehen, dann ist man aber dennoch vom Subway-Fahren, dem Verkehr und den hektischen Menschenmassen genervt. Vermutlich ist eine kleine Dosis, öfter serviert, noch das beste Rezept für diesen brodelnden Schmelztiegel.

Wir verlassen den Central Park und wandern mit schmerzenden Füßen erneut über die Fifth Avenue, um einen im Reiseführer angekündigten Travel Store in der 52. Straße aufzusuchen, der angelich ALLES hat, was mit Karten zu tun hat. Endlich an der Adresse angekommen, ist dort ein kleiner kirchlicher Buchladen ansässig, der alles hat, nur keine Landkarten. Da ist unser Reiseführer offenbar nicht mehr ganz aktuell gewesen. En dringendes Bedürfnis treibt uns hektisch weiter, bis wir erneut an der Grand Central Station ankommen, wo lange Schlangen vor den Restrooms stehen. Oh je! Doch alles kehrt sich zum Guten, und im Buchladen bekommen wir sogar zwei ganz ausgezeichnete Straßenkarten vom Staate New York und der Umgebung.

Danach sind wir wirklich erledigt: Wir fahren mit der Shuttle-Linien 7 zum Times Square, landen im Port Authority-Bahnhof, sitzen nach langer Wartezeit kurz in der (für uns falschen) Linie E, wechseln nach langer Umsteigezeit in die Linie D und sind sehr erleichtert, als die quäkende Zugführerin durchs Mikro ankündigt, dass dies ein Local Train ist. Tatsächlich hält der Zug an der 81. Straße. Wir verlassen die New Yorker Subway ein letztes Mal und gehen - sehr erschöpft - auf unser Hotelzimmer.

Abends läuft im Fernsehen der Kinofilm »Hitch«. Uns fallen fast die Augen aus dem Kopf, als in einer kurzen Sequenz Eva Mendez in unserer heißgeliebten Milchreisbar in ihrem Reispudding stochert - allerdings irgendwie recht lustlos, wie es scheint - pah, die hat ja keine Ahnung! Irgendwie ist es eben doch eine tolle Stadt.

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