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Touren & Betten > Reiseberichte > USA-Tour (2007) > Tag 3: NYC

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Wer sich in diesen Reisetagebüchern nur für die Leuchttürme interessiert, kann an dieser Stelle getrost weiterklicken: Die blutenden Füße der vergangenen zwei Tage fordern »Opfer«, und wir beschließen, heute etwas kürzer zu treten und wenig zu laufen. Da der Tag diesig beginnt, scheint das eine gute Entscheidung zu sein, den Tag nicht (oder nur wenig) für Fotos zu nutzen. Also keine Leuchttürme heute! Dennoch hier eine kurze Zusammenfassung unserer Erlebnisse:

Tom´s Diner an der Ecke Broadway / 112th Street.

Nach dem Ausschlafen verlassen wir das Hotel in Richtung Westen und entdecken einen weiteren Starbucks-Laden nur wenige Schritte von uns entfernt – wie konnten wir den bisher übersehen? Zwei Tall Caramel Macciato später erreichen wir den Broadway und laufen nun Richtung Norden. An der 112. Straße endlich eine weitere Attraktion New Yorks: Tom´s Restaurant, ein kleiner klassischer Diner an der Straße. Suzanne Vega besang mit Tom´s Diner bereits dieses Lokal, dessen Außenfassade auch als Filmkulisse für die legendäre Sitcom Seinfeld diente. Wir hatten Glück und bekamen vor dem mittäglichen Ansturm noch einen Tisch für uns und genossen Pizza-Hamburger und ein Turkey-Sandwich.

Das American Museum of Natural History begeistert mit zahlreichen Dioramen, in denen Modelle in Lebensgröße die Lebensräume von Mensch und Tier darstellen.

Über die angeblich weltgrößte Kathedrale St. John the Devine und dem benachbarten äußerst sehenswerten Skulpturengarten gelangten wir zur Subway und fuhren zum Americn Museum of Natural History, das auch international durch Ben Stillers Film »Nachts im Museum« bekannt wurde. Die vier Stunden Zeit, die wir veranschlagt haben, reichen nicht einmal ansatzweise: Das riesige Museum ist hochinteressant, enthält zahlreiche fantastische Dioramen und Schaukästen. Für Malte besonders interessant ist der Teil des Heydens Plantarium, wo in der gigantischen Kuppel der computeranimierte Film »Cosmic Collision« die Entstehung des Mondes und zahlreicher weiterer Himmelskörper veranschaulichte. Angesichts unseres Zeitmangels der Tipp für alle NYC-Besucher: Für dieses Museum einen kompletten Tag einplanen – es ist schade, was man sonst verpasst, wenn man im Eiltempo durch die verwirrenden Ganglabyrinthe hetzt!

Ausklang des Tages beim Abendessen auf dem Broadway.


Unser vierter Tag beginnt mit... dichtem bewölkten Himmel. Das ist eigentlich ganz gut, denn dann stehen vor allem Maltes Fotoaktivitäten nicht allzu sehr im Vordergrund und es bleibt endlich mal Zeit für die wirklich wichtigen Dinge (im Leben einer Frau): Shoppen.

Doch auch ein Mann muss mal Shoppen: Nach dem obligatorischen Starbucks-Kaffee und unserem ersten Donut geht es los - bei B&H Photo and Video sehen wir uns nach einem neuen kleinen Stativ, einer Chipkarte und neuen Batterien um. Die Preise können dann aber doch nicht recht überzeugen, und zu allem Überfluss ist der Laden so entsetzlich voll und wegen Umbauarbeiten so unorganisiert, dass wir ihn nach einer Viertelstunde entnervt wieder verlassen.

Nächste Station ist Macy´s, das einen ganzen Straßenblock umfasst und im 9. Stockwerk ein eigenes Postamt besitzt. Hier geht erst einmal eine ganze Ladung Postkarten auf die Reise gen good old Germany. Am Times Square muss nicht nur der gigantische Toys-R-Us, sondern auch der Virgin-Megastore mit einem Besuch von uns beehrt werden. Doch das war´s: Hier versagen Maltes Füße endgültig. Abhilfe gibts im benachbarten Footlocker - welche Schuhgröße hat man denn in den USA, wenn man in Europa Größe 47 hat?

Stippvisite in Springfield

Nach wirklich bemerkenswerten Verständigungsproblemen hat Malte eine geschlagene Stunde später neue Schuhe und zieht an der nächsten Sitzmöglichkeit die neuen Treter an. An dieser Stelle gab´s unseren ersten Hot Dog des Urlaubs. Die nächsten Schritte sind eine Wohltat. Mit neuem Elan muss noch das Hard Rock Cafe und M&M´s World besucht werden. Dann müssen wir erst einmal ins Hotel zurück, denn so schwer bepackt können wir nicht weiterziehen. Eher zufällig erwischen wir einen Local train, der an der 81sten hält. Gut gelaufen!

Nach kurzem Umziehen geht das Abendprogramm los: Wir haben immer noch nicht Chinatown und Little Italy gesehen. Man fühlt sich vor allem in Chinatown wie in eine andere Welt versetzt, wenn man durch die Straße mit greller Leuchtreklame, unverständlichen Schriftzeichen, abgezogenen und (meistens) toten Tieren in Schaufenstern läuft. Sogar die Straßenlaternen haben ein chinesisches Hütchen.

Einem Tipp im Reiseführer folgen wir zu einer futuristischen Milchreisbar, die sich Rice to riches nennt und finden den kleinen Laden in der Spring Street. Wir entscheiden uns für die »Epic«-Portition und laden uns Milchreis mit den Geschmacksrichtungen Mascarpone (Man-made Mascarpone) und Schokolade (Sex, Drugs and a Rocky Road) in ein Schälchen. Ganz schön teuer für 7,50 $, aber als wir den Rice Pudding an der nächsten Straßenkreuzung löffeln, fangen die Augen an zu leuchten: So etwas absolut Köstliches haben wir in diesem Urlaub bislang nicht auf die Zunge bekommen. Der siebte Himmel liegt in der Spring Street! Was kostet der Laden?

Kulinarisch drastisch abgefallen ist dagegen das eigentliche Abendessen, das wir im Keller der Grand Central Station bei Junior´s bekommen haben und hier nicht weiter thematisiert werden soll.

Noch der Hinweis für alle, die auch Schuhgröße 47 haben: Es sind 11,5.

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