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NZ | Taiaroa Head
45° 46' S | 170° 44' E K 4364

Die Hafenstadt Dunedin ist auf dem Seeweg nicht einfach zu erreichen: Aus Richtung Süden müssen Schiffe zunächst die gesamte Otago-Halbinsel umrunden, um dann durch eine kleine Durchfahrt zwischen dem Heyward Point und der Landzunge Taiaroa Head den Otago Harbour zu erreichen. In der langgezogenen und durch seine Lage zwischen der Halbinsel und dem Festland gut geschützten, über 12 Kilometer langen Bucht sind mit Port Chalmers und Dunedin gleich zwei bedeutendere Häfen angesiedelt, die nur über eine schmale Fahrrinne erreichbar sind. Schiffe, die den Hafen ansteuern, nehmen eine Meile nördlich des Fairway Beacon Lotsen auf und gehen vor der Bucht auf Reede.

Zur Orientierung und zur Kennzeichnung der Buchteinfahrt entstand schon 1864 der Leuchtturm Taiaroa Head am Nordende der Otago-Halbinsel, nachdem die Bucht ab 1860 einen dramatischen Verkehrsanstieg zu verzeichnen hatte. Die Baukosten betrugen rund 3.150 englische Pfund, der 12 m hohe Turm entstand – zu dieser Zeit eher ungewöhnlich – aus Stein, der vor Ort gewonnen wurde.

1921 wurden die Leuchtturmwärter vom Marine Department abgezogen. Die Lotsen und Hafenwärter des Otago-Hafens übernahmen diese Aufgabe, seit 1976 auch hochoffiziell. Seit 1989 übernimmt diese Aufgabe die Firma Port Otago Ltd. Auch heute noch arbeiten vier Wächter im Schichtdienst in der Lotsenstation, die gleichzeitig auch die Wartung und Kontrolle über den Leuchtturm inne haben.

Taiaroa war ein hier ansässiger Maori-Häuptling zu Anfang des 19. Jahrhunderts, nach dem das Nordende der Halbinsel benannt wurde. Ein Besuch des Leuchtturms ist grundsätzlich mit Schwierigkeiten verbunden, denn am Taiaroa Head befindet sich der einzige weltweite Brutplatz der Königsalbatrosse in der Nähe menschlicher Zivilisation. Der gesamte Kopf der Halbinsel ist daher vor allem in der Brutzeit – also zwischen Oktober und Januar – absolutes Sperrgebiet für Touristen. Ein Betreten des umzäunten Geländes ist nur in den Herbst- und Wintermonaten und nur auf den ausgewiesenen Wegen möglich. Dennoch gelingt es auch in der Brutzeit, zumindest einen flüchtigen Blick auf den Leuchtturm und die gelegentlich auch über dem benachbarten Parkplatz kreisenden Albatrosse zu werfen.

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