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NL | Maasmond (Nieuwe Zuiderdam-Licht)
51° 59' N | 004° 03' E B 0635

Dort, wo heute der gigantische Industriekomplex entlang des Europoort steht, befand sich noch in den 1960-er Jahren eine große Sandbank, die über Jahrzehnte viele Schiffsopfer gefordert hatte. 1974 schließlich wurde an dieser Stelle ein gigantischer Industriekomplex in Verbindung mit Europoort, dem größten europäischen Hafenareal, eröffnet. Für die Schifffahrt wurde die Maasmündung mit großem Aufwand umgestaltet und neue Leitdämme erschaffen, die mit großen Molenfeuer gekennzeichnet wurden. Alle Schiffe, die sowohl Hoek van Holland und den Nieuwe Waterweg erreichen wollen, wie auch die zum Hafengelände abzweigenden Schiffe, passieren die modernen Leuchtfeuer, die im gleichen Jahr in Betrieb gingen und wie die drei Richtfeueranlagen sowie dem Seefeuer Maasvlakte aus Beton gegossen wurden. Allerdings wurden die beiden Molenfeuer als Einheit bereits an Land hergestellt und schließlich mit einem Senkkasten an ihren Aufstellungsort geschleppt. Ihre offizielle Inbetriebnahme datiert vom 17. Mai 1974.

Beide Leuchtfeuer befinden sich am Ende so genannter »Block-Dämme«, also aufgeschütteter Betonquader zum Wellenbrechen. Hierdurch sind die Molenfeuer weder zu Fuß noch per Boot erreichbar, denn ein Anlegen an den schroffen Betonsteinen empfiehlt sich keinesfalls. Die Leuchtfeuer wurden deshalb gleich so gestaltet, dass sie für Wartungsarbeiten über eine eigene Hubschrauberlandeplattform aus der Luft erreichbar bleiben. Die Laterne mit dem eigentlichen Feuer befindet sich aufgehängt auf der Vorderseite unterhalb der Plattform. An den Seiten der Plattform sind außerdem weitere Ersatzfeuer angebracht.

Natürlich sind die beiden recht modernen Feuer nicht die ersten Molenfeuer, die am Nieuwe Waterweg aufgestellt wurden. Erstaunlicherweise entstanden die ersten Molenfeuer an der Einfahrt in den Kanal erst Jahre nach dessen Inbetriebnahme. 1875 und 1877 gingen hier die ersten Leuchtbaken in Betrieb, die aber spätestens ab 1881 beide als Leitfeuer fungierten und Sektoren zeigten. Das Feuer auf der Nordmole musste mehrmals erneuert werden, weil die See die hier aufgestellten Baken zerschlug bzw. die Leuchtfeuereinrichtung unbrauchbar machte.

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