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Deutschland > Elbe (km 685-657) > Wischhafen (Altes Ansteuerungsfeuer)

D | Wischhafen (Altes Ansteuerungsfeuer)
53° 47' N | 009° 21' E

Seit 1932 steht an dem Wischhafener Sielhafen zur Süderelbe ein Ansteuerungsfeuer, das den hier zwischen Wischhafen und Glückstadt pendelnden Fährschiffen als Leitfeuer das Fahrwasser zum Fähranleger markiert. Das Stahlgerüst hat eine Höhe von sieben Metern. Die Gürtelleuchte ist offen auf der Konstruktion angebracht und wurde ursprünglich mit Flüssiggas betrieben, das in dem markanten Behälter im unteren Teil des Bauwerks vorgehalten wurde. 1958 wurde das Feuer auf Propangas umgestellt, bis 1968 endlich das elektrische Licht Einzug hielt. Zum Fahrwasser hin wurden die Sektoren durch farbige Plastikgläser erzeugt, die vor der Leuchte angebracht wurden.

Nachdem das kleine Bauwerk über siebzig Jahre der 1919 eröffneten Fährrroute Wischhafen - Glückstadt diente, hielt man eine Erneuerung des Feuers für nicht mehr lohnenswert und ersetzte es 2003 durch einen modernen Feuerträger. Den alten, baufälligen übernahm das Kehdinger Küstenmuseum, das nur einige hundert Meter entfernt hinter dem Deich bereits seit 1995 zahlreiche Objekte der Elbschifffahrt präsentiert. Schon 2004 wurde ein Fundament gegossen, um den kleinen Leuchtturm vor dem Gebäude präsentieren zu können. Die Instandsetzungsarbeiten, die bei der Hamburger Firma Blohm und Voss ducrhgeführt wurden, verzögerten das Projekt allerdings. Erst Anfang Oktober 2005 konnte die historische Leuchtbake voor dem Küstenmuseum aufgestellt werden.

Als besonderen Clou nahmen die Museumsbetreiber das Feuer sogar wieder in Betrieb: Seit dem 8. Oktober 2005 scheint das Feuer mit Hilfe eines Scheibenwischer-Intervall-Schalters wieder fünf Sekunden lang, dann zwei Sekunden nicht. Das Feuer ist so ausgerichtet, dass es knapp über den benachbarten Deich scheint. Für die Schifffahrt hat es aber selbstverständlich keine Funktion mehr.

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