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D | Wustrow
54° 20' N | 12° 23' E C 1436

Der Leuchtturm Wustrow hat seine Ursprünge am 1. März 1911. Die Station bestand damals aus einem Maschinenhaus in Ziegelbauweise mit einer dampfbetriebenen Nebelhornanlage (das Hornsignal hatte die Kennung Hoch-Tief-Hoch von je 2 Sekunden Dauer in einer Abfolge von 5 Sekunden, Wiederkehr alle 30 Sekunden), einer rot-schwarz waagerecht gestreiften Heultonne mit rotem, westlichem Toppzeichen und der Aufschrift „Wustrow W“ seewärts vor der Nebelsignalstation (2,8 Seemeilen westlich von Wustrow, ausgelegt auf 12 Meter Wassertiefe) und einem Leuchtfeuerwärterhaus mit Stallungen. Auf dem Maschinenhaus befand sich ein Flachdach sowie ein 8 Meter hoher Schornstein, an dem ab dem 8. Mai 1911 eine Laterne hochgezogen werden konnte.

1933 wurde die Station umfassend umgebaut. Das Maschinenhaus erhielt nun einen roten viereckigen Turm in Ziegelbauweise mit zwei Galerien und einer runden weißen Laterne. Die Gürtellinse hatte eine Brennweite von 250 mm und 50 cm Höhe (Fresnelscher Festfeuerapparat IV. Ordnung).

Die Einstellung des Wustrower Feuers wurde zu Beginn des 21. Jahrhunderts umfassend diskutiert. Es wurde schließlich am 1. April 2014 gelöscht. Am Folgetag ging auf der Seebrücke Ostseebad Wustrow ein Interimsfeuer in Betrieb, ca. 75 Meter vom Seebrückenkopf entfernt in Richtung Land auf einem rot-weißen Rohrmast (Durchmesser 0,5 Meter, Höhe 8 Meter, Feuerhöhe 11 Meter, Sektor 024° - 204°, Nenntragweite und Kennung unverändert).

Quelle: Förderverein Nebelstation Wustrow
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