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D | Falshöft
54° 46' N | 009° 58' E C 1108

Der Leuchtturm Falshöft befindet sich östlich von Gelting, einige Kilometer südlich der Landzunge Geltinger Birk. Der Turm wirkt wie ein guter alter Bekannter: Er ist in weiten Teilen baugleich mit den Türmen Büsum, Hörnum, Pellworm und Westerheversand, da auch er aus der Serienfertigung der Isselburger Hütte entstprang, die standardisierte Gusseisenteile lieferte. An Ort und Stelle wurde der Leuchttum 1910 im Baukastensystem zusammengesetzt. Bis 1963 hatte er einen grauen Anstrich, danach erhielt er die heutige rot-weiße Farbe. 1963 erfolgte auch die Umstellung von Propangas auf elektrischen Betrieb.

Bis in das Jahr 2002 diente er als Orientierungsfeuer für die Zufahrt in die Flensburger Förde. Zwei rote Warnsektoren kennzeichneten außerdem die Untiefen Bredgrund und Kalkgrund. Danach wurde er aus mehreren Gründen abgeschaltet: Zum Einen, da sein „Einzugsgebiet“ auch nahezu komplett von den Leuchttürmen Kalkgrund und Kaegnaes [DK] abgedeckt wird, zum Anderen auf Grund des Auslaufens der Funkfrequenzen, über die der automatisierte Turm fernüberwacht wurde. Zum 1. März 2002 stellte das WSA Lübeck daher den Betrieb ein, da eine Erneuerung der Überwachungstechnik in keinem rechten Verhältnis zum Nutzen des Turms stand.

In der Folgezeit gab es einiges an Durcheinander: Der Leuchtturm wurde zum Verkauf ausgeschrieben, mehrere Interessenten gab es. Letztlich machte die Gemeinde Pommerby das Rennen, die den Turm als lokale Attraktion behalten und für Ehetrauungen nutzen wollte. Mit einem Privateigentümer hätte das möglicherweise zu Komplikationen geführt.

Der Leuchtturm ist nicht ganz leicht zu fotografieren, da sich an seiner Südseite ein großer Campingplatz mit allen dazugehörigen optischen Beleidigungen ausgebreitet hat. Gute Möglichkeiten gibt es allerdings morgens von der Strandseite aus. Wir hatten bei unserem Besuch großes Glück mit dem Wetter und nutzten den Strand für einen ausgiebigen Badetag.

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