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D | Imsum
53° 36' N | 008° 31' E B 1238

Der Leuchtturm Imsum soll im Jahre 1952 gebaut worden sein. Offenbar handelt es sich aber um eine ältere Laterne, die nachträglich auf einem im Weserwasser gegründeten Stahlrohr aufgesetzt wurde. In seiner aktiven Zeit besaß der Turm ein Festfeuer mit roten und weißen Sektoren, die eine Reichweite von 9 bzw. 6 sm hatten. Er markierte als Quermarkenfeuer den Wechsel zwischen den Richtfeuerlinien Imsum (UF, OF) und Bremerhaven (UF, OF) bzw. Hofe (UF, OF) in der Gegenrichtung.

Sein Standort befand sich einige Meter nördlich des ehemaligen Forts Brinkamhof II im Weddewarder Groden, in unmittelbarer Nachbarschaft der Richtfeuerlinie Imsum (UF, OF). Der Turm ist seit 1998 außer Betrieb, stand aber noch bis Februar 2006 an seinem Standort. Schlussendlich musste er den ständigen Ausbaubestrebungen des Bremerhavener Containerterminals weichen – zum Leidwesen der Natur, denn der Turm steht am Rande eines naturgeschützten Brutgebietes.

Zwar kam diese Entwicklung keineswegs überraschend, dennoch entwickelten sich erst kurz vor dem Abriss konkretere Pläne zur Erhaltung des Bauwerks, nachdem 2004 bereits kurzzeitig erwogen wurde, die Laterne für den Nachbau des "Kleinen Preußen" in Wremen zu verwenden. Im Gespräch war später eine Aufstellung als neues Molenfeuer in Bremerhaven, daraufhin eine Übergabe an die Gemeinde Imsum, die den Turm an einer Straßenkreuzung (!) aufstellen wollte. Schließlich übernahm das Deutsche Schifffahrtsmuseum in Bremerhaven das Bauwerk. Noch im Februar 2006 wurde es an Ort und Stelle demontiert und nach Bremerhaven gebracht, wo es derzeit in einer Fabrikhalle wieder aufgearbeitet wird. Über den genauen Standort am DSM ist bislang noch nichts bekannt geworden.

Anfang April 2007 war das Seezeichen noch nicht wieder aufgestellt.

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