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Spanien > Islas Canarias > Anaga 

E | Anaga
28° 34' N | 016° 08' W D 2820

Dass der Faro de Anaga eine Herausforderung an uns werden würde, ahnten wir bereits im heimatlichen Deutschland: Keine Zufahrtstraße, und ein Standort in knapp 250 m Höhe über dem Meer an den Steilhängen der Ostküste der Insel. Die Bilder bei Google Earth ließen da bereits nichts Gutes ahnen. Immerhin führt ein Wanderweg an dem Turm vorbei.

Nun laufen wir sicher gerne, aber Wanderprofis sind wir – noch dazu mit kompletter Fotoausrüstung – sicher nicht. Für Bergtouren waren wir auch nicht ausgerüstet, und irgendwo blieb dann auch eine gutgemeinte Warnung im Ohr, die wir tags zuvor auf den Weg bekamen: Wenn die Passat-Winde Wolken mit sich bringen, niemals in das Anaga-Gebirge gehen. Nebel und feuchte Steine können dort zu unberechenbaren Gefahren werden.

Wir gingen dennoch ins Anaga-Gebirge, und – natürlich – brachte der Passat-Wind Wolken mit. Na toll!

Das Anaga-Gebirge. Rechte: M. Werning / leuchttuerme.net
Maike im Anaga-Gebirge.

Doch der Reihe nach: Von Santa Cruz de Tenerife fuhren wir entlang der Küste bis San Andres, von dort aus über eine eindrucksvolle Serpentinenstraße ins waldreiche Anaga-Gebirge, das mit dem Teno-Gebirge zusammen zu den älteren Teilen der Insel gehört. Bei xxx wechselten wir auf die 12 km lange Straße nach Charmorgua (???), die durch dichte Pinienwälder führt. Dort stellten wir an der Kirche den Wagen ab und setzten den Weg auf Schusters Rappen fort.

Sobald wir das kleine Dorf durchquert hatten, wurde der Wanderweg immer schmaler und spektakulärer. Es ging bergauf und bergab, manchmal an einem Abhang entlang, dann über ein Bächlein, und immer von einem Stein auf den anderen. Eigentlich eher was für Bergziegen. Umso überraschter waren wir, dass uns in dieser Einöde auch andere Wanderer entgegen kamen. Nach jeder Kurve hofften wir endlich den Leuchtturm und somit unser Ziel zu sehen. Als wir schon fast aufgeben wollten, entdeckten wir ihn endlich hoch über uns auf der gegenüberliegenden Bergseite. Dafür hatten wir aber keine rechte Muße mehr - wir machten unsere Fotos mit dem Teleobjektiv, und fertig.

Das Anaga-Gebirge. Rechte: M. Werning / leuchttuerme.net
»Sind wir bald da?«

Nach einer kleinen Pause begaben wir uns auf den Rückweg, der auch in die andere Richtung nicht leichter zu bewältigen war. Und auch der schon erwähnte Passatnebel machte es uns nicht leichter. Die ganze Aktion hat vier Stunden gedauert, und als wir endlich wieder die asphaltierte Straße unter den Füßen hatten, waren wir so sichtlich erleichtert, das Maike den Boden küsste.

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