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Dänemark > Midtjylland > Lyngvig 

DK | Lyngvig
56° 03' N | 008° 06' E B 1868

Der Leuchtturm Lyngvig schloss bei seinem Bau 1906 die letzte Lücke in der Leuchtfeuerkette an der dänischen Nordsee zwischen Blavandshuk (1900) und Bovbjerg (1877). Anlass für die Errichtung gab die Strandung des Dampfschiffs Avona, bei der drei Jahre zuvor 24 Seeleute ums Leben gekommen waren.

Der 38 Meter hohe Turm wurde selbst auf einer 17 Meter hohen Düne bei Holmsland Klit erbaut. Wer den Leuchtturm besteigen will, was natürlich auch hier - wie fast überall in Dänemark - problemlos möglich ist, muss 264 Stufen auf sich nehmen, um zur Galerie zu gelangen.

Die Fresnel-Linse zeigte in den Anfangsjahren ein Licht, das durch einen Acetylengasbrenner erzeugt wurde. Die Linse wurde durch ein Uhrwerk gedreht, das alle vier Stunden aufgezogen werden musste. 1920 wurde ein Petroleumglühstrumpfbrenner als neue Lichtquelle eingebaut, ab 1955 wurde das Licht schließlich elektrisch erzeugt und der Drehapparat durch einen Motor angetrieben. Seit 1965 arbeitet der Leuchtturm automatisch. Im Jahre 2000 erhielt die Optik schließlich eine natriumgeladene 250-Watt-Lampe.

Zwischen 2011 und 2013 ersetzte eine außen angebrachte Diodenlampe mit einer Tragweite von nur 17 Seemeilen das Feuer. Eigentlich war das als dauerhafter Zustand geplant, um Einsparungen durchzusetzen. Schließlich wurde der Drehapparat aber nach Protesten der Bevölkerung wieder reaktiviert.

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