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Deutschland > Ems, Ostfriesland > Fischerbalje 

D | Fischerbalje
53° 33' N | 006° 43' E B 0976

Die Leuchtbake Fischerbalje ist noch vergleichsweise jung: Das WSA Emden errichtete den Turm erst im Jahre 1960 am Ende des Leitdamms, der von der Borkumer Reede aus westlich bis an den Rand des Fahrwassers entlang der Randzelplatte verläuft. Dabei handelte es sich um eine einfache Gründung mittels dreier Stahlrohre, die einen zylindrischen Turmaufbau tragen. Das Feuer diente nach der Inbetriebnahme 1961 als Leit- und Quermarkenfeuer vornehmlich für die Ansteuerung Borkums. Die Kennung lautete Oc (2) WRG 16 sec, die Tragweite betrug im weißen Sektor 16 sm, im roten und grünen 12 sm. Die Fährschiffe halten dabei auf der Fahrt über die Außenems auf den Turm zu, bis sie vor dem Leitdamm ihren Kurs ändern müssen.

Der Leuchtturm ersetzte die ältere Leuchtbake Außenrandzel, die in ca. einem Kilometer Entfernung bereits im Jahre 1888 entstand und weitgehend baugleich mit der Leuchtbake Binnenrandzel war. Allerdings wurde diese 1929 umgebaut und dabei auf dem Eisengerüst ein weiteres Gerüst aufgesetzt, dass nun eine größere Laterne trug. Nachdem der Außenrandzel-Turm abgeschaltet wurde, wurde seine Optik für den neuen Fischerbalje-Turm weiterverwendet.

Im Spätsommer 2005 begannen am Leuchtturm umfangreiche Sanierungsarbeiten, nachdem auch dieses Feuer vorab auf dem Prüfstand der Kostenrechner stand. Dabei wurde festgestellt, dass das Quermarken- und Leitfeuer aus nautischer Sicht entbehrlich geworden war. Daraufhin wurden die Sektoren entfernt und statt der bislang verwendeten Optik ein Leuchtkranz aus weißen Leuchtdioden eingebaut, die deutlich günstiger in der Unterhaltung sind. Die Taktfolge des Feuers änderte sich nicht, so dass die Kennung seit 17. Januar 2006 (BfS 4/2006) nun Oc (2) W 16 sec lautet. Allerdings reduzierte sich die Tragweite des Feuers, das nach dem Wegfall der Sektoren nun nur noch als Orientierungsfeuer dient, von 16 sm auf lediglich 3,5 sm.

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