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Deutschland > Ems, Ostfriesland > Hooksielplate 

D | Hooksielplate
53° 40' N | 008° 09' E B 1133

Im Jahre 1976 wurde entlang der Jademündung eine neue Funkortungskette eingerichtet. Hierfür wurden von der Cuxhavener Firma Ludwig Voss zwei bauartähnliche Radartürme gebaut: Während der eine auf der Insel Minsener Oog erreichtet wurde (Minsener Oog Buhne C), wurde der andere im Meeresboden auf der Ostseite der Jademündung eingespült. Der Turm befindet sich mit dem Hafen Hooksiel auf ungefähr gleicher Höhe.

Im Wesentlichen handelt es sich bei dem Bauwerk um ein breites Gründungsrohr, das im Boden eingespült wurde, auf dem auf halber Höhe eine Containerplattform angebracht wurde. Auf dem Gründungsrohr befindet sich ein etwas schmalerer Aufsatz mit den Radarinstrumenten. Im Turminneren führt eine an der Außenwand angebrachte Stahlwendeltreppe bis auf die Containerplattform. Im Gegensatz zu seinem Pendant auf Minsener Oog musste, dem besonderen Standort geschuldet, auch ein Schiffsanleger sowie eine Hubschrauberlandeplattform berücksichtigt werden.

Der Grund, warum dieser Turm auf dieser Seite auftaucht, soll nicht unerwähnt bleiben: Genau wie bei dem schwesterturm fand auch hier auf der Containerplattform, in Richtung westen ausgerichtet, auf einem kleinen Podest ein Quermarkenfeuer seinen Platz. Eine simple Seelaterne mit Gürtelleuchte reichte für diesen Zweck aus.

Das Feuer wurde von 1976 bis 1984 mit einem Gasglühlichtbrenner versorgt. Im August 1984 wurde der Turm mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden, so dass auch das Feuer auf elektrisches Licht umgestellt wurde. Auch dieses Feuer stand nur bis Oktober 1998 in betrieb, seitdem bleibt es dunkel am Radartturm Hooksielplate. Im Mai 2003, als unsere Aufnahmen vom Ausflugsschiff Jens Albrecht aus entstanden, befand sich die kleine Laterne tatsächlich noch auf ihrem Podest.

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