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Deutschland > Ems, Ostfriesland > Borkum (Düne)

D | Borkum (Düne)
53° 35' N | 006° 40' E B 0974

Ergänzend zu den Leit- und Quermarkenfeuern auf Borkum, die die schwierige Einfahrt in die Ems bereits befeuerten, musste 1928 nach Fahrwasserveränderungen auch noch ein weiteres Quermarkenfeuer eingerichtet werden, um einen Kurswechselpunkt vor der Insel zu markieren. Aus diesem Grund baute das damalige Strombauamt in eigener Werkstatt diesen kleinen Leuchtturm, der im Wesentlichen aus einem vierbeinigen Stahlgerüst, einer Abschlussplatte und einer ungewöhnlich geformten Laterne besteht: Während die Seeseite abgerundet ist, ist die Rückseite aus zwei geraden Stahlplatten hergestellt worden. Als Standort für den Turm wählte man eine Düne aus, die nur wenige 220 Meter südöstlich vom Elektrischen Leuchtturm entfernt ist.

Leere Laterne. Rechte: M. Werning / leuchttuerme.net
In der Laterne befindet sich heute keine Optik mehr.
Details. Rechte: M. Werning / leuchttuerme.net
Details in der Abendsonne. Links im Hintergrund der Neue Leuchtturm von Borkum.

1995 wurde das Leuchtfeuer überflüssig und daraufhin abgeschaltet. Ein Abriss und Verkauf des Geländes stand an, doch konnten das findige Mitarbeiter des WSA Emden verhindern. Zu diesem Zeitpunkt wurde auf Borkum ein Standort für eine Wetterstation gesucht und daraufhin der Standort des Quermarkenfeuers Düne vorgeschlagen. So konnte das Gelände in der Hand des WSA bleiben. Auch wenn die Laterne heute keine Optik mehr enthält, ist der Turm nach wie vor bestens gepflegt.

Bei unserem ersten Borkum-Besuch 2001 hatten wir den »Kuckucksturm« doch glatt übersehen, obwohl wir den (in Sichtweite stehenden) Elektrischen Leuchtturm ausgiebig fotografierten. Kein Wunder, denn dieses ausgediente Leuchtfeuer steht selbstredend immer im Schatten der drei großen Borkumer Leuchttürme und wird nur selten in der Literatur erwähnt. Der zweite Anlauf im September 2005 stand unter schlechten Vorzeichen, als wir uns grippegeplagt zu dem kleinen gepflegten Turm begaben... allerdings unter einer dichten Wolkendecke, die Momente später ihre Schleusen öffnete. Der dritte Anlauf im Juli 2007 glänzte auch nicht gerade vor Sonnenschein... aber im Oktober 2007 hatten wir bei einem dritten Versuch endlich auch Glück mit dem Sonnenlicht und konnten den kleinen Turm ausgiebig fotografieren.

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