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NL | Noordwijk aan Zee
52° 15' N | 004° 26' E B 0760

An vielen weiteren Stellen auf dieser Internetseite ist bereits zu lesen, wie früh viele Orte entlang der westfriesischen und flandrischen Küste schon frühzeitig Leuchtfeuer betrieben. In Noordwijk aan Zee soll bereits 1444 ein Feuer an dem kleinen Fischerdorf gebrannt haben – allerdings nicht für die an der Küste entlang führende Handelsroute, sondern für die Fischer selbst. Das Feuer wurde nur dann gezündet, wenn die Boote des Dorfes auf dem Meer waren, um für eine sichere Rückkehr zu sorgen.

1838 soll bereits ein hölzerner Feuerträger hier gestanden haben, der 1854 durch einen Steinturm ersetzt wurde. Dieses Bauwerk soll bis 1913 existiert haben.

Nach neun Jahren ohne Leuchtfeuer begannen die Bauarbeiten für einen "richtigen" Leuchtturm im Jahre 1922 am Ort. Die Ära der gusseisernen Leuchttürme war in den Niederlanden allerdings bereits wieder vorbei, der mit dem Entwurf beauftragte Architekt C. Jelsma wählte Ziegelsteine und Stahlbeton als Werkstoff. Es entstand ein viereckiger Turm, der sich leicht zur Spitze verjüngt und eine eingezogene Galerie besitzt. Es besteht eine gewisse Ähnlichkeit mit dem Leuchtturm Harlingen, der nur ein Jahr zuvor vom gleichen Architekten entworfen wurde. Außergewöhnlich ist bei diesem Turm die Laterne, die ein völlig verglastes Dach besitzt, wie es bei manchen spanischen Leuchttürmen ebenfalls vorkommt.

Die Inbetriebnahme des Leuchtturms fand am 1. August 1923 statt. Seinre Optik strahlt ein 17 sm weit sichtbares weißes Licht aus. Der Turm war ursprünglich rotbraun, wurde aber in den 1930er-Jahren mit weißer Fassade verputzt.

Zu finden ist der Turm, wenn man – der Küstenstraße N 203 folgend – den Hinweisen nach Noordwijk aan Zee folgt. Der Turm steht direkt an der Promenade des Ortes, oberhalb eines kleinen Marktplatzes. Für eine Stärkungin unmittelbarer Umgebung empfiehlt sich eine wunderbare Imbissbude unterhalb des Turms, deren Frikandel Special uns hervorragend schmeckte.

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