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D | Altenbruch (Oberfeuer)
53° 51' N | 008° 46' E B 1361

Oberfeuer zu den Richtfeuern Altenbruch (Unterfeuer) und Baumrönne (Unterfeuer).

Das Oberfeuer Altenbruch ist weithin sichtbar und wird von den Einwohnern der Region »Neue schlanke Anna« genannt. Der Name geht auf den Vorgängerturm zurück, der zwischen 1897 und 1971 an dieser Stelle als Oberfeuer Osterende-Groden gestanden hat und den Spitznamen »Schlanke Anna« als Antwort auf das damalige Unterfeuer Altenbruch »Dicke Berta« bekam. Der neue, 59 m hohe Turm aus den Jahren 1967/68 wurde aus Beton gebaut und am Ortsrand von Altenbruch in der Nachbarschaft der Bundesstraße 73 errichtet.

Richt- und Quermarkenfeuer am Oberfeuer Altenbruch. Rechte: M. Werning / leuchttuerme.net
Die Anordnung der Lichtfenster am Oberfeuer Altenbruch.

Dieser Neubau als Ersatz für Osterende-Groden wurde aus verschiedenen Gründen notwendig: Um 1968 begannen die zuständigen Wasser- und Schifffahrtsämter, die Leuchtfeuer zwischen der Elbemündung und Hamburg grundlegend zu modernisieren und größtenteils auch komplett zu erneuern. Dies hing u.a. auch mit dem Ausbau der Elbe auf eine Fahrwassersolltiefe von 13,5 m zusammen, aber auch mit der kostenbedingten Automatisierung der Leuchttürme, die bislang noch mit Leuchtturmwärtern besetzt waren. Als eine der ersten neuen Bauvorhaben galt der Ersatz der Richtfeuer Altenbruch UF / Osterende Groden OF / Neufeld UF: Bis 1970 wurden insgesamt vier neue Beton- und Stahltürme so aufgestellt, dass drei neue Richtfeuerlinien gebildet werden konnten: Für elbaufwärts fahrende Schiffe die Richtfeuerlinien Baumrönne UF / Altenbruch OF und Altenbruch UF / Wehldorf OF, für elbabwärts fahrende Schiffe die Linie Altenbruch OF/UF.

Seit November 1970 ist das Richtfeuer für die nach Westen zeigende Richtlinie in Betrieb, bei der das Licht aus der oberen Spitze des Turmschafts leuchtet. Im April 1971 folgte die nach Osten zeigende Richtlinie, bei der das Licht aber aus dem auskragenden Toppzeichen scheint. Zusätzlich befand sich ab März 1983 mit einer Feuerhöhe von 51 m auch ein Quermarkenfeuer an dem Turm, das das Feuer der »Dicken Berta« ersetzte – dies ist heute aber auch bereits wieder gelöscht. Auf der Nordseite des Turms kann man die Lichtöffnung aber noch gut erkennen.

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